Ein Leben ohne Sorgen?
Kann es ein Leben ohne Sorgen geben?
16. April – 2025
Verfasser: René Egli
Ist das möglich? Kann es ein Leben ohne Sorgen geben? Wahrscheinlich gibt es nicht viele Menschen, die ganz ohne Sorgen leben.
Es gibt ja so vieles, worüber man sich Sorgen machen kann. Und es scheint so, als würden die Medien täglich neue Dinge (er)finden, worüber man sich Sorgen machen kann.
Zur Zeit von Jesus gab es offenbar noch nicht so viele Möglichkeiten, um sich zu sorgen.
Er (Jesus) erklärte:
„Darum sollt ihr euch nicht sorgen und sagen, was werden wir essen oder was werden wir trinken oder womit werden wir uns kleiden.“
Essen, trinken und kleiden sind wahrscheinlich unsere kleinsten Sorgen. Wir haben es geschafft, uns über viel mehr Dinge Sorgen zu machen.
Wir sorgen uns ganz generell über unsere Zukunft und diejenige unserer Kinder. Wir sorgen uns um das Schmelzen der Gletscher und ganz allgemein um die Umwelt. Wir sorgen uns neuerdings um einen möglichen Krieg oder um den Verlust der Arbeitsstelle.
Und ein weit verbreitetes Feld für Sorgen ist unsere Gesundheit. Damit diese Sorge am Leben erhalten bleibt, geben sich zahlreiche Medien grosse Mühe. Es gibt zum Beispiel eine bekannte Homepage, die täglich Nachrichten aus der Politik und Wirtschaft verbreitet. Und es vergeht kaum eine Woche, ohne dass dort Journalisten auf die Gefahr gewisser Krankheiten hinweisen. Wenn wir nicht zur Vorsorgeuntersuchung gehen, könnte es sein, dass wir an dieser oder jener Krankheit sterben werden. Das kann einem sensiblen Menschen richtig Angst machen. Etwas, was er vorher nicht wusste und was ihm folglich keine Angst machte, das weiss er jetzt.
Diese Informationen, die einigen Menschen Angst machen können, laufen alle unter dem Begriff „wir wollen ja nur helfen“. Möglicherweise wollen diese Journalisten ja tatsächlich nur helfen, indem sie die Menschen vor gewissen Krankheiten bewahren. Aber gleichzeitig öffnen sie das Bewusstsein für Krankheiten, an die viele Menschen gar nicht gedacht haben. Und wie oft haben wir erklärt: Alles ist eine Frage des Bewusstseins.
Irgendwie gehört es zum guten Ton, krank zu werden. Das scheint mittlerweile der Normalzustand zu sein. Wäre es nicht wunderbar, wenn der Normalzustand darin bestehen würde, nicht krank zu werden?
Ein Mensch, der sich keine Sorgen macht, wird von anderen Menschen leicht als verantwortungslos bezeichnet. Man muss sich doch Sorgen machen. „Du kannst doch nicht sorglos durch die Welt spazieren!“ Wo kämen wir denn da hin, wenn man sich keine Sorgen mehr machen würde? Es könnte doch ein Krieg ausbrechen oder wir könnten die Arbeitsstelle verlieren.
Da wir in einer gottlosen Welt leben (obwohl wir Ostern und andere religiöse Feste feiern), gehören Sorgen zu unserem Alltag. Wir meinen, es müsse so sein.
Was wäre denn nötig, um ohne Sorgen zu leben?
Vertrauen. Vertrauen in das, was wir LEBEN oder Grosses Ich nennen.
Nötig wäre ein Bewusstsein dafür, dass es so etwas wie LEBEN (Gott) gibt.
Nötig wäre ein Bewusstsein dafür, dass das, was ist, vom LEBEN „gewollt“ ist. Dass das, was ist, deshalb vollkommen ist. Dass wir keine Fehler machen können. Dass uns nichts geschehen kann, was nicht richtig und wichtig für uns ist – auch wenn es uns gar nicht gefällt.
Dann, ja, dann wäre ein Leben ohne Sorgen möglich.
Aber es gibt Menschen, die der Ansicht sind, sich sorgen ist menschlich – und diese Menschen haben recht.
Jedoch: Wie wir schon oft erklärt haben: Was menschlich ist, kennt jeder, das interessiert uns nicht. Uns interessiert, wie das LEBEN funktioniert. Und aus dieser Sichtweise wäre ein Leben ohne Sorgen möglich.
Aber ohne ein totales Vertrauen in das, was wir LEBEN nennen, geht es nicht.
In diesem Sinne: Frohe Ostern!
Bis zum nächsten Mal. Euer René Egli.
