Das LOLA-Prinzip, die Schwerkraft und die Moral
Weshalb ist das LOLA-Prinzip keine Methode?
22. März – 2025
Verfasser: René Egli
Dieser Beitrag wurde ausgelöst von den Äusserungen von zwei Leserinnen der LOLA-Impulse, die so gar nichts mit dem LOLA-Prinzip zu tun haben. Manchmal sage ich mir, verstehen die Menschen denn nicht, worum es hier geht?
Die eine der beiden Frauen sprach vom LOLA-Prinzip als einer Methode. Die andere meinte, da hört für mich das LOLA-Prinzip auf. (Sie dachte an Kriege und an Menschen, die fliehen müssen.)
Für die langjährigen Leserinnen und Leser der LOLA-Impulse ist das, was jetzt kommt, natürlich nicht neu. Trotzdem scheint es mir angebracht, wieder einmal auf etwas Grundsätzliches hinzuweisen.
Das LOLA-Prinzip ist keine Methode.
Was ist eine Methode? Mit einer Methode soll etwas ganz Bestimmtes erreicht werden. Zum Beispiel:
. mehr Reichtum
. Erfolg
. Bekanntheit
. Gewichtsreduktion
. Gesundheit
. ein Partner/eine Partnerin
Bei einer Methode geht es folglich immer … um zu …
Eine Methode kann man lernen und dann anwenden – oder auch nicht. Manchmal funktioniert eine Methode und manchmal nicht. Eine Methode ist begrenzt. Das heisst: Eine Methode um reich zu werden funktioniert wahrscheinlich nicht, um gesund zu werden.
Und ganz entscheidend: Eine Methode ist immer von Menschen gemacht.
Das LOLA-Prinzip ist anders, ganz anders.
Das LOLA-Prinzip ist wie die Schwerkraft.
Was sind die Merkmale der Schwerkraft?
Man braucht die Schwerkraft nicht zu lernen, sie wirkt trotzdem. Auch ein Kind, das nichts von der Schwerkraft weiss, stürzt zu Tode, wenn es aus dem 10. Stockwerk eines Hochhauses springt. Ich denke dabei an die Frau, die gesagt hat, „da hört für mich das LOLA-Prinzip auf“. Das ist so, wie wenn jemand sagen würde, ab dem 10. Stock hört für mich das Gesetz der Schwerkraft auf. Die Schwerkraft wirkt trotzdem – auch wenn man nicht daran glaubt. Und: Man braucht die Schwerkraft (das LOLA-Prinzip) nicht zu trainieren, sie wirkt trotzdem. Ist das nicht wunderbar?
Und das Schöne an der Sache ist dies: Die Schwerkraft (das LOLA-Prinzip) wirkt überall genau gleich: In Deutschland genau gleich wie in der Schweiz. Und sogar in Afrika wirkt die Schwerkraft genau gleich wie in Asien – und in der Schweiz.
Das LOLA-Prinzip hört nirgendwo auf – wie die Schwerkraft.
Das LOLA-Prinzip wirkt immer – auch wenn man es nicht kennt.
Und noch eine Analogie zur Schwerkraft: Die Schwerkraft hat vor 1000 Jahren genau so funktioniert wie heute und sie wird in 1000 Jahren immer noch gleich funktionieren. Genau so das LOLA-Prinzip. Auch in 1000 Jahren wird sich an unserer Botschaft des Akzeptierens, der Dankbarkeit und der bedingungslosen Liebe nicht geändert haben.
Darin besteht übrigens ein fundamentaler Unterschied zur Wissenschaft. Das Wissen, das die Wissenschafter entdecken, ändert sich immer wieder. Einmal waren die Menschen davon überzeugt, dass die Erde im Mittelpunkt steht, dann wieder hiess es, die Sonne würde im Mittelpunkt stehen, dann die Milchstrasse. Und jetzt weiss man gar nicht mehr, was im Mittelpunkt steht. Das Kopfwissen verändert sich ständig. Kürzlich habe ich gelesen, dass jetzt sogar der Urknall und die Erkenntnisse von Albert Einstein in Frage gestellt werden. Aber DAS Wissen, das nicht aus dem Kopf kommt, verändert sich nie.
Zusammengefasst kann man feststellen:
Man braucht das Gesetz der Schwerkraft nicht zu kennen – es wirkt trotzdem. Aber es hilft enorm, wenn man es kennt. Vielleicht springt man dann nicht aus dem 10. Stock eines Hochhauses.
Man braucht das LOLA-Prinzip nicht zu kennen – es wirkt trotzdem. Aber es hilft enorm, wenn man es kennt. Es erleichtert das Leben ungemein.
Auch mir fällt es nicht immer leicht, alles zu akzeptieren – und erst noch ohne Erwartungen. Aber das ist nicht das Thema! Das Thema ist: Was ist der Idealzustand? Was erleichtert mein Leben? Ob ich so leben kann oder nicht, kümmert das LEBEN nicht. Ob ich vom Gesetz der Schwerkraft überzeugt bin oder nicht, ist doch dem LEBEN egal.
Eigentlich ist es ja wie in unserer Gesellschaft: Ich brauche beispielsweise die Gesetze des Strassenverkehrs nicht zu kennen. Aber es hilft ungemein, wenn ich weiss, wie schnell ich fahren darf und dass man in unserem Land auf der rechten Seite der Strasse fährt.
Und noch ein hochspannender Gedanke: Mit Moral hat das alles nichts zu tun. Sowohl das LOLA-Prinzip als auch die Schwerkraft haben nichts mit Moral zu tun. Moral ist ein von Menschen geschaffenes Konzept, das zwangsläufig zu Meinungsverschiedenheiten und letztlich zu Kriegen führt. Ein guter Mensch fällt genau so schnell aus dem 10. Stock wie ein schlechter Mensch. Das LEBEN kennt keinen Unterschied zwischen guten und schlechten Menschen.
Bis zum nächsten Mal. Euer René Egli.
