Was immer Du tust, Du ...

Entscheidend ist nicht, was der/die andere tut

07. August  – 2025    

Verfasser: René Egli mit Françoise Egli

Nachfolgender Textbeitrag wurde ausgelöst durch eine Erfahrung, die einer unserer Bekannten gemacht hat.

Er hat in der Baubranche mit einem eigenen Unternehmen ziemlich viel Geld verdient. Das wussten seine Bekannten. Deshalb kam es immer wieder vor, dass er um Geld zur Gründung einer Firma oder zur Überbrückung eines finanziellen Engpasses angefragt wurde. Manchmal wurde ihm dieses Geld zurückbezahlt, manchmal aber auch nicht. Natürlich hat er den Schuldner jeweils darauf hingewiesen, dass er ihm das Geld doch bitte zurückzahlen solle. Was hat er getan, wenn der Schuldner trotzdem nicht bezahlt hat? Nichts.

Er sagte sich, dass das LEBEN die Angelegenheit regeln werde. Und uns hat er erklärt, dass er folgende Beobachtung gemacht hat: Die Schuldner, die nicht bezahlt hatten, wurden immer ärmer und er wurde immer reicher. Also wo ist das Problem? Er brauchte nichts zu tun. Es gab und gibt kein Problem.

Welche Gesetzmäßigkeit erkennen wir hier?

Was immer wir tun, wir tun es dem LEBEN gegenüber.

Was immer der andere tut, er tut es dem LEBEN gegenüber.

Wenn wir anfangen, uns zu ärgern und den anderen zu verurteilen, etc., dann machen wir das Problem des anderen zu unserem Problem. Wir gehen sozusagen in seinem Garten spielen.

Wenn wir bestohlen, belogen, betrogen werden, dann sollten wir uns immer an folgendes erinnern:

  1. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet uns dies geschieht. (Diese Erkenntnis ist nicht immer sehr einfach.) Wir brauchen nicht zu wissen, weshalb uns dies geschieht; wir brauchen lediglich zu wissen, dass es etwas mit uns zu tun hat – sonst würde es uns nicht geschehen.
  2. Was der/die andere „uns antut“, tut er/sie letztlich dem LEBEN an. Und das LEBEN kann man nicht belügen, betrügen, etc. Sie brauchen sich also nicht zu rächen etc. Sie können alles dem LEBEN überlassen. Sehr ökonomisch, nicht wahr? (Es gibt Menschen, die kämpfen mit Anwälten gegen andere Menschen. Und das kostet meistens viel Geld und Energie.)

Falls Sie also von jemandem bestohlen, belogen, betrogen etc. wurden, so denken Sie doch einfach an dieses kleine Beispiel hier. Es wird Ihnen viel Ärger – und vielleicht Geld – ersparen.

Entscheidend ist nicht, was der/die andere tut. Entscheidend ist, wie Sie sich verhalten. Und das radikalste Verhalten ist immer: bedingungslose Liebe. Solange wir das nicht begriffen haben, geht der Kreislauf weiter: Problem-Lösung-Problem-Lösung usw. usf.

 

Bis zum nächsten Mal. René und Françoise Egli.