Kampf, oder eine andere Strategie?
Bei der Kampfstrategie gibt es letztlich immer nur Verlierer
24. März 2026
Verfasser: René und Françoise Egli
Wenn man sich in der Welt umblickt, so sieht man an vielen Orten Kampf und sogar Krieg. Aber eigentlich ist das nicht sehr verwunderlich, wenn man bedenkt, dass alles unser Spiegel ist.
Sind wir Menschen frei von inneren und äusseren Konflikten? Befinden wir uns in völliger Harmonie mit uns und mit unserer Umwelt?
Sogar in der Keimzelle unserer Gesellschaft, der Familie, scheint viel Gewaltpotenzial vorhanden zu sein. Soeben lese ich nämlich eine Statistik: Im Jahr 2025 musste die Polizei im Kanton Zürich (nicht in der ganzen Schweiz!) im Durchschnitt täglich (!) rund 20-mal intervenieren wegen häuslicher Gewalt. Erstaunlich, nicht wahr?
Überlegen wir uns einmal, wofür oder wogegen viele Menschen kämpfen. Wir kämpfen gegen den Nachbarn, gegen Andersdenkende, gegen Ausländer, gegen Krankheiten, gegen Konkurrenten, gegen Preiserhöhungen, gegen die Armut, gegen den Krieg. Wir kämpfen für mehr Gerechtigkeit, für Frieden, für Freiheit, für Erfolg, für einen Job, etc.
Wenn alles eine Frage des Bewusstseins ist, dann hängt es folglich von unserem Bewusstsein ab, ob wir überall Feinde sehen, die bekämpft werden müssen. Oder: Ob wir überall das LEBEN sehen, das uns nichts Böses antun will. Oder: Wie meine Frau Françoise immer sagt: «Alles ist ein Geschenk des LEBENS.» Wenn alles ein Geschenk des LEBENS ist, was gibt es dann zu bekämpfen?
Alle diese Kämpfe, die wir sehen oder selber führen, deuten somit darauf hin, dass wir oft das LEBEN nicht sehen und dass wir meinen, es gäbe Feinde, die uns etwas Böses antun wollen und die bekämpft werden müssen. Und es deutet darauf hin, dass wir tatsächlich in einer gottlosen Welt leben und dass wir davon ausgehen, dass uns böse Dinge geschehen können, wenn wir nicht dagegen kämpfen.
Und es stellt sich die Frage, ob wir nur dann gewisse Dinge erreichen können, wenn wir dafür kämpfen. Haben Sie schon mal eine andere Strategie ausprobiert? Gibt es denn überhaupt eine andere Strategie? Gibt es ausser Kampf eine andere Möglichkeit?
Hinter der Idee des Kampfes versteckt sich doch ein Mangel an Vertrauen. Das heisst: Ich vertraue nicht darauf, dass das LEBEN alles zu meinem Besten organisiert. Und weil ich dieses Vertrauen nicht habe, muss ich die Dinge selber in die Hände nehmen und kämpfen.
Wie wäre es mit Vertrauen in das LEBEN und mit Liebe? Die Grundvoraussetzung dafür wäre aber, dass man davon überzeugt ist, dass es so etwas wie LEBEN, oder nenne wir es Gott, gibt.
Wenn wir in diesem Zusammenhang von Liebe sprechen, dann meinen wir nicht die bedingte Liebe; diese führt nämlich ebenfalls zu Verurteilung und zu Kampf. Kürzlich habe ich von einer Frau gehört, dass sie dafür betet, dass ein bestimmtes Volk für immer vernichtet wird. Weshalb tut sie das? Weil sie ein anderes Volk über alles liebt. Das heisst: Liebe ist sehr wohl vorhanden, aber eben: bedingte Liebe. Ich liebe dies, aber nicht jenes.
Wenn schon Liebe, dann müsste es sich um die bedingungslose Liebe handeln. Nur die bedingungslose Liebe kreiert keine neuen Konflikte, weil für die bedingungslose Liebe alles gleichwertig ist. Das geht aber nur, wenn wir ein grenzenloses Vertrauen in das LEBEN, in Gott, haben.
Haben Sie sich schon mal folgendes überlegt: Wer kämpft, kämpft immer gegen das LEBEN, gegen Gott. Das ist der Grund dafür, dass es bei der Kampfstrategie letztlich immer nur Verlierer gibt.
Ganz anders bei einem Bewusstsein von «es gibt nichts ausser LEBEN, Gott». Dort gibt es nur Gewinner. (Denken Sie an unser neues Buch «Immer (erfolg)reich!»)
Wenn Sie trotzdem der Meinung sind, Kampf sei stärker, dann gehört dies halt jetzt zu Ihrem Leben und Sie werden mit den entsprechenden Konsequenzen leben müssen. Aber beklagen Sie sich nicht, wenn es nicht so läuft, wie Sie sich das vorgestellt haben. Und beklagen Sie sich nicht, wenn Ihre Kampfstrategie viel Geld, Zeit und Gesundheit kostet.
Das LEBEN kennt kein Reklamationsbüro.
Und wissen Sie was: Eine rein wissenschaftliche Einstellung wäre dies: Ausprobieren. Erst wenn Sie es ausprobiert haben, wissen Sie, wie es sich anfühlt. Sie wissen vermutlich, wie sich Kampf anfühlt. Wissen Sie auch, wie sich die bedingungslose Liebe anfühlt? Aus meiner Sicht gibt es nichts Ökonomischeres als die bedingungslose Liebe und das Vertrauen ins LEBEN.
Geschrieben am 20. März 2026, unserem 50. Hochzeitstag.
Bis zum nächsten Mal. René und Françoise Egli.
