
Nr.126 (08/2015)
Die Themen in dieser Ausgabe:
- Opfer des Lebens?
- Der Justizirrtum
- „Ich bin am Ende meiner Kräfte“
- Ein beruhigender Aspekt der Nullzeit
- Auch Professoren …
Leseprobe Nr. 126 (08/2015):
Auch Professoren …
Innerhalb von nur einer Woche im Juni wurden uns zwei Beispiele zugetragen, in welchen jeweils ein Professor eine zentrale Rolle spielte. Wir möchten Ihnen diese zwei Beispiele nicht vorenthalten. Wir Nicht-Professoren haben manchmal vielleicht Vorstellungen über Professoren, die mit der Wirklichkeit bestimmter konkreter Professoren nicht immer übereinstimmen. Hier die zwei Beispiele, so wie sie uns erzählt wurden:
Ein Didaktik-Genie
Im Rahmen eines Weiterbildungskurses für Marketingfachleute wurde ein externer Referent eingeladen. Es handelte sich um einen Professor einer renommierten europäischen Hoch-schule mit Spezialgebiet Marketing. Während eines Vormittags referierte der Mann über das Thema, wie man Marketingerfolg messen kann. Es war ein Vortrag voll gespickt mit mathematischen Formeln. Den Teilnehmern – alles gestandene Marketingfachleute – rauchten die Köpfe. Die Mehrheit der Zuhörer hat vermutlich nichts oder nur wenig verstanden. Und einige dachten vermutlich, „na, ja, ein Professor, der in seiner eigenen Welt lebt“. Dann kam die Mittagspause. Nach der Pause waren alle wieder im Kursraum versammelt; verständlicherweise nicht sehr motiviert, weil ja dieser Professor auch den Nachmittag bestreiten wird. Über der Leinwand hing ein Tuch. Der Professor kam, stellte sich vor die Klasse und sagte: „So, was habt ihr Heute morgen über mich gedacht? Bin ich ein theoretischer Spinner?“ Niemand meldete sich; Ruhe herrschte. Dann wieder der Professor: Ich will Euch jetzt etwas sagen: Was ich am Vormittag erzählt habe, könnt Ihr alles vergessen.“ Ungläubiges Staunen im Raum.
Dann ergriff er das Tuch und zog es mit einem Ruck von der Leinwand weg. Und hervor kam der Satz: Es gibt keinen freien Willen!
Wahrscheinlich waren die Marketingfachleute jetzt …
